Beim Rückentraining ist nicht nur entscheidend, dass trainiert wird, sondern vor allem, wie trainiert wird. Das gilt besonders für Menschen mit Bandscheibenproblemen, Fehlhaltungen, Verspannungen oder anderen gesundheitlichen Beschwerden. Ein standardisierter Trainingsplan, irgendein Gerät oder irgendeine Übung aus dem Internet: Das bringt hier meistens nichts.
Im Gegenteil: Es kann sogar unangenehm oder gefährlich werden. Zum Beispiel durch Bandscheibenreizungen oder Bandscheibenvorfälle, wenn mit Rundrücken gehoben wird. Auch Zerrungen der unteren Rückenmuskulatur sind möglich, oft durch ruckartige Bewegungen, Überstreckungen oder fehlendes Aufwärmen.
Das bedeutet aber nicht, dass Rückentraining an sich gefährlich ist. Es zeigt nur, wie wichtig die richtigen Übungen und die richtige Begleitung sind.
Ein rückenfreundlicher Trainingsplan sollte deshalb immer mehrere Faktoren berücksichtigen:
deinen aktuellen Gesundheitszustand
die Belastbarkeit von Wirbelsäule und Muskulatur
Bewegungseinschränkungen
bisherige Trainingserfahrung
das konkrete Trainingsziel
Achte unbedingt darauf, wenn du dir ein Fitnessstudio aussuchst. Denn in den meisten Studios liegt der Fokus stärker auf allgemeinem Muskelaufbau, auf sichtbaren Ergebnissen und auf typischen Krafttraining-Plänen.
Trainer kennen sich oft nicht mit gesundheitlichen Beschwerden und gezieltem Rückentraining aus, um einen persönlichen und passenden Trainingsplan zu entwickeln und zu begleiten.