Zum Inhalt springen

Training nach Schulter OP: So baust du deine Schulter wieder belastbar auf

Verspannungen, Rückenschmerzen, jeden Tag sitzen? Dann ist es höchste Zeit für Rückentraining im Fitnessstudio.
Unsere Gesundheitsexperten im Medifit Fitnessstudio Fachau helfen dir so erstellen dir deinenn trainings und ernährungsplan und unterstüczen dich so das du deine Zielel errichst
Die Schulter-OP liegt hinter dir, die ersten Wochen der Rehabilitation sind geschafft und viele Bewegungen im Alltag funktionieren wieder besser. Doch sobald du wieder mit Krafttraining beginnen möchtest, entsteht eine neue Unsicherheit: Wie stark darfst du deine Schulter bereits belasten? Vielleicht kannst du den Arm wieder weitgehend frei bewegen, weißt aber nicht, ob Zug- und Druckbewegungen, höhere Widerstände oder Belastungen über Kopf schon möglich sind.
Denn zwischen einer Schulter, die im Alltag wieder gut funktioniert, und einer Schulter, die den Anforderungen eines regelmäßigen Krafttrainings standhält, liegt ein wichtiger Unterschied. Beweglichkeit allein reicht dafür nicht aus. Auch Stabilität, Kraft und Bewegungskontrolle müssen weiter aufgebaut werden. Steigerst du die Belastung zu früh oder zu stark, kann die Schulter stärker beansprucht werden, als es der aktuelle Rehabilitationsstand vorsieht.
In diesem Artikel erfährst du, welche Voraussetzungen deine Schulter für den Wiedereinstieg ins Krafttraining benötigt, wie du die Belastung kontrolliert steigerst und woran du erkennst, wann der Übergang von der Rehabilitation zum regelmäßigen Training richtig ist.
Das Wichtigste in Kürze zum Training nach der Schulter-OP:
  • Für den Wiedereinstieg gibt es keinen allgemeingültigen Zeitpunkt. Welche Belastung möglich ist, hängt vom Eingriff, Genesungsverlauf, aktuellen Funktionsstand und den medizinischen und physiotherapeutischen Vorgaben ab. Ausdauertraining bildet häufig die Grundlage, Krafttraining ergänzt dein Programm.
  • Trainingsfortschritt zeigt sich nicht nur am verwendeten Gewicht. Entscheidend ist, ob Bewegungen über den erforderlichen Bewegungsumfang kontrolliert ausgeführt werden und die Schulter die Belastung verträgt.
  • Die Anforderungen werden gezielt erweitert. Gut steuerbare Widerstände bilden die Basis, bevor anspruchsvollere Zug- und Druckbewegungen sowie gegebenenfalls Überkopf- oder sportnahe Belastungen folgen.
  • Nach der Physiotherapie beginnt häufig der Übergang zum regulären Krafttraining. In dieser Phase steht nicht mehr nur die Wiederherstellung der Schulterfunktion im Mittelpunkt, sondern der weitere Aufbau der Belastbarkeit für Alltag, Training und Sport.

Wie gelingt der Wiedereinstieg ins Training nach Schulter OP?

Sanfte Mobilisation beginnt nach einer Schulteroperation häufig schon früh und orientiert sich an den ärztlichen und physiotherapeutischen Vorgaben. Der Wiedereinstieg ins Krafttraining folgt jedoch anderen Anforderungen: Sobald zusätzlicher Widerstand hinzukommt, muss die Muskulatur Kraft erzeugen und die Bewegung über mehrere Wiederholungen kontrollieren.
Beweglichkeit bildet dabei nur einen Teil der Grundlage. Auch unter Widerstand muss die Bewegung stabil bleiben. Der frühere Trainingsplan liefert dafür keinen festen Ausgangspunkt. Nach einer Schulteroperation können einzelne Bewegungsrichtungen bereits gut funktionieren, während andere noch eingeschränkt sind. Statt möglichst schnell an frühere Gewichte anzuknüpfen, wird die Belastung am aktuellen Funktionsstand ausgerichtet.

Warum der Kalender allein nicht über die Belastbarkeit entscheidet

Eine pauschale Angabe wie „nach acht oder zwölf Wochen ist Krafttraining wieder möglich“ wird den unterschiedlichen Voraussetzungen nach einer Schulteroperation nicht gerecht. Schon die Art des Eingriffs beeinflusst, welche Strukturen zunächst geschützt werden müssen und wann bestimmte Belastungen wieder vorgesehen sind.
Für den weiteren Trainingsaufbau spielen mehrere Faktoren zusammen:
  • Art des Eingriffs
  • bisheriger Genesungsverlauf
  • aktueller Funktionsstand
  • Reaktion auf bisherige Belastungen
  • späteres Trainings- oder Sportziel
  • ärztliche und physiotherapeutische Vorgaben
Deshalb kann die passende Trainingsbelastung bei zwei Personen zum gleichen Zeitpunkt nach der Operation unterschiedlich ausfallen. Die Zeit seit der Operation bleibt ein wichtiger Orientierungsrahmen, ist aber kein alleiniger Maßstab für die Trainingsbelastbarkeit.
AI Generated: Eine Frau macht im Fitnessstudio Übungen, um ihre Fitness zu verbessern und ihre Kraft zu steigern.

Was benötigt die Schulter, um wieder stärker belastet zu werden?

Für höhere Trainingsbelastungen reicht es nicht aus, dass einzelne Bewegungen wieder möglich sind. Die Schulter muss den benötigten Bewegungsumfang erreichen, Bewegungen kontrollieren und auch unter Widerstand stabil bleiben. Erst auf dieser Grundlage lässt sich die Belastung im Krafttraining weiter erhöhen.

Warum der benötigte Bewegungsumfang von der Übung abhängt

Für das Training zählt nicht maximale Beweglichkeit, sondern der Bewegungsumfang, der für die jeweilige Belastung benötigt und kontrolliert beherrscht wird. Eine Zugbewegung mit den Armen nah am Körper verlangt etwa einen anderen Bewegungsumfang als eine spätere Überkopfbewegung im Krafttraining.
Das Ziel besteht daher nicht darin, möglichst schnell jede Position wieder zu erreichen. Der benötigte Bewegungsbereich sollte innerhalb des aktuell möglichen und freigegebenen Rahmens kontrolliert genutzt und im weiteren Verlauf erweitert werden.

Schulter und Schulterblatt müssen zusammenspielen

Beim Heben, Ziehen oder Drücken arbeiten Oberarm, Schulterblatt und die umliegende Muskulatur zusammen. Nach einer Operation können dabei Ausweichbewegungen entstehen. Wird die Schulter deutlich hochgezogen, um den Arm weiter anzuheben, wird zwar die gewünschte Position erreicht, der Bewegungsablauf verändert sich jedoch. Für den Trainingsaufbau zählt deshalb nicht nur, ob eine Bewegung möglich ist, sondern wie sie ausgeführt wird.

Stabilität muss auch unter Widerstand erhalten bleiben

Eine Bewegung ohne zusätzlichen Widerstand sauber auszuführen, ist nicht mit derselben Bewegung unter Trainingsbelastung gleichzusetzen. Ein Arm kann beispielsweise ohne Gewicht stabil angehoben werden, während unter zusätzlichem Widerstand Ausweichbewegungen entstehen.
Beim Aufbau der Stabilität kommt es darauf an, dass:
  • der Bewegungsablauf auch unter Widerstand stabil bleibt,
  • keine deutlichen Ausweichbewegungen entstehen,
  • der gewählte Widerstand zur aktuellen Belastbarkeit passt und
  • die Ausführung auch über mehrere Wiederholungen erhalten bleibt.
Geht die Bewegungskontrolle mit steigendem Widerstand verloren, ist mehr Gewicht noch kein guter Trainingsfortschritt. Erst wenn die Schulter eine Bewegung auch unter Widerstand stabil ausführen kann, lässt sich die Kraftbelastung weiter erhöhen.

Kraft wird vom aktuellen Leistungsstand aus aufgebaut

Operation, vorübergehende Entlastung und Rehabilitation können dazu führen, dass die betroffene Schulter zunächst weniger Kraft entwickelt als vor dem Eingriff. Frühere Trainingsgewichte eignen sich deshalb nicht als unmittelbarer Ausgangspunkt.
Beim Kraftaufbau stehen zunächst drei Punkte im Vordergrund:
  • Widerstand: Die Belastung orientiert sich am aktuellen Leistungsstand statt an früheren Trainingswerten.
  • Bewegungskontrolle: Das gewählte Gewicht darf nicht dazu führen, dass die Bewegung zunehmend über andere Strukturen ausgeglichen wird.
  • Zusammenspiel der Muskulatur: Bei Zug-, Druck- und späteren Überkopfbewegungen arbeiten nicht einzelne Muskeln isoliert. Schultergelenk, Schulterblatt und die umgebende Muskulatur müssen die Bewegung gemeinsam führen.
Mit zunehmender Kraft und Kontrolle entsteht wieder die Belastbarkeit, die für regelmäßiges Krafttraining und gegebenenfalls für sportartspezifische Anforderungen benötigt wird.
Zwei Männer unterhalten sich in einem Fitnessstudio über Schulterübungen nach einer Operation

Wie lässt sich die Belastung nach einer Schulter-OP schrittweise steigern?

Die folgenden Belastungsstufen zeigen, wie sich die Anforderungen an die Schulter schrittweise verändern können, von kontrollierten Bewegungen mit wenig Widerstand bis zu anspruchsvolleren Belastungen im Krafttraining oder Sport. Sie bilden keinen festen Rehabilitationsplan. Widerstand, Bewegungsumfang, Wiederholungszahl und Bewegungskomplexität lassen sich einzeln anpassen. Welche Steigerung passt, richtet sich nach Genesungsverlauf, aktuellem Funktionsstand sowie den medizinischen und physiotherapeutischen Vorgaben.

Belastungsstufe 1: Bewegungen kontrolliert ausführen

Zu Beginn steht nicht die Höhe des Widerstands im Vordergrund, sondern die Qualität der Bewegung. Der aktuell verfügbare und freigegebene Bewegungsumfang wird genutzt, ohne zusätzliche Belastung oder einen größeren Bewegungsradius zu erzwingen.
Im Mittelpunkt stehen dabei:
  • kontrollierte Bewegungen innerhalb des möglichen Bewegungsumfangs,
  • ein gleichmäßiger Bewegungsablauf,
  • geringe äußere Widerstände und
  • möglichst wenig Ausweichbewegungen.
Frühere Trainingsleistungen spielen in dieser Stufe noch keine entscheidende Rolle. Zunächst entsteht eine Grundlage, auf der sich die Belastung später gezielt erhöhen lässt.

Belastungsstufe 2: Erste Widerstände ergänzen

Bleiben Bewegungen kontrollierbar, können erste höhere Widerstände hinzukommen. Damit verändert sich die Anforderung: Die Schulter muss die Bewegung nun nicht nur ausführen, sondern das Gelenk gleichzeitig unter Belastung stabilisieren.
Der Widerstand sollte so gewählt werden, dass die zuvor aufgebaute Bewegungskontrolle erhalten bleibt. Auch Schmerzen und die Reaktion der Schulter während und nach dem Training müssen berücksichtigt werden. Treten neue oder deutlich stärkere Beschwerden auf, sollte die Belastung nicht einfach weiter erhöht werden. Gewicht, Wiederholungen und Bewegungskomplexität sollten zudem nicht gleichzeitig stark gesteigert werden.

Belastungsstufe 3: Kraft über einen größeren Bewegungsumfang entwickeln

Mit zunehmender Belastbarkeit können Kraft und Bewegungsumfang stärker miteinander verbunden werden. Übungen werden innerhalb des verfügbaren und freigegebenen Bewegungsbereichs erweitert und die Widerstände schrittweise angepasst.
Dabei kann der Trainingsstand je nach Bewegungsrichtung unterschiedlich ausfallen. Eine Bewegung vor dem Körper kann beispielsweise bereits unter höherem Widerstand funktionieren, während das seitliche oder weit nach oben geführte Anheben des Arms noch mehr Kontrolle erfordert.
Fortschritt zeigt sich deshalb nicht ausschließlich am Trainingsgewicht. Ein größerer kontrollierter Bewegungsumfang, eine stabilere Ausführung oder mehr Wiederholungen bei gleichbleibender Bewegungsqualität sind ebenfalls Zeichen einer zunehmenden Belastbarkeit.

Belastungsstufe 4: Zug- und Druckbewegungen ausbauen

Mit Zug- und Druckbewegungen nähert sich der Belastungsaufbau zunehmend dem regulären Krafttraining. Dazu gehören Bewegungsmuster, wie sie etwa beim Rudern, an Zuggeräten oder bei verschiedenen Druckübungen vorkommen. Zug- und Druckbewegungen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Schulter und müssen deshalb nicht im gleichen Tempo gesteigert werden.
Zug- und Druckbewegungen lassen sich nun über mehrere Trainingsgrößen steigern:
  • mehr Widerstand: wenn die Bewegung weiterhin stabil ausgeführt wird
  • größerer Bewegungsumfang: innerhalb des freigegebenen Bereichs
  • mehr Wiederholungen oder Sätze: wenn die aktuelle Belastung gut bewältigt wird
  • anspruchsvollere Varianten: wenn einfachere Bewegungen zuverlässig funktionieren
Gut steuerbare Geräte können dabei helfen, Widerstand und Bewegungsablauf gezielt zu dosieren. Ob die Belastung weiter gesteigert wird, hängt weiterhin vom aktuellen Rehabilitationsstand ab.

Belastungsstufe 5: Überkopf- und sportnahe Belastungen vorbereiten

Je nach Trainingsziel reicht allgemeine Kraft nicht aus. Die Schulter muss auf die Bewegungen vorbereitet werden, die später wieder benötigt werden. Diese Anforderungen unterscheiden sich je nach Sport deutlich.
Beim Schwimmen treten wiederholte Armbewegungen über Kopf auf. Beim Tennis kommen schnelle Schlagbewegungen und beim Aufschlag Bewegungen über Schulterhöhe hinzu. Handball und Volleyball verbinden große Bewegungsumfänge mit höheren Bewegungsgeschwindigkeiten. Im Krafttraining können wiederum Übungen mit Bewegungen über Kopf zum langfristigen Trainingsziel gehören.
Sportnahe Belastungen werden deshalb nicht allein durch mehr Gewicht anspruchsvoller. Je nach Aktivität verändern sich mehrere Faktoren:
  • Bewegungsumfang: etwa bei Schwimmzügen oder Bewegungen über Kopf,
  • Geschwindigkeit: beispielsweise beim Tennisaufschlag oder Handballwurf,
  • Wiederholungszahl: etwa bei längeren Schwimm- oder Trainingseinheiten,
  • Widerstand: beispielsweise bei anspruchsvolleren Zug- und Druckbewegungen,
  • Bewegungskomplexität: wenn Kraft, Geschwindigkeit und Bewegungskontrolle gleichzeitig gefordert sind.
Damit erhält der Belastungsaufbau ein konkretes Ziel. Für die Rückkehr zum Gerätetraining müssen andere Anforderungen aufgebaut werden als für einen Tennisaufschlag, einen Handballwurf oder regelmäßiges Schwimmen. Welche sportnahen Belastungen wieder aufgenommen werden, richtet sich daher nach dem Trainingsziel sowie den medizinischen und physiotherapeutischen Vorgaben.
AI Generated: Ein Mann mit schwarzem Tanktop steht im Fitnessstudio, erholt sich nach einer Schulteroperation.

Welche Fehler können den Wiedereinstieg ins Schultertraining bremsen?

Nach einer Schulteroperation entsteht Überforderung nicht ausschließlich durch zu viel Gewicht. Auch ein größerer Bewegungsumfang, zusätzliche Wiederholungen oder anspruchsvollere Übungsvarianten erhöhen die Belastung. Werden mehrere dieser Faktoren gleichzeitig verändert, lässt sich zudem schwer beurteilen, worauf die Schulter reagiert.
Besonders beim Wiedereinstieg sind daher einige Punkte zu beachten:
  • Am früheren Trainingsniveau orientieren: Gewichte und Trainingsumfänge aus der Zeit vor der Operation sagen wenig über die aktuelle Belastbarkeit aus.
  • Zu viele Anforderungen gleichzeitig erhöhen: Steigen Gewicht, Wiederholungen und Bewegungsumfang parallel, entsteht schnell ein größerer Belastungssprung als beabsichtigt.
  • Bewegungsumfang erzwingen: Entscheidend ist nicht, möglichst schnell wieder jede Position zu erreichen, sondern Bewegungen im vorgesehenen Bereich kontrolliert auszuführen.
  • Reaktionen der Schulter übergehen: Auffällige oder anhaltende Beschwerden während oder nach dem Training sollten im jeweiligen Rehabilitationskontext eingeordnet werden.
  • Komplexe Belastungen zu früh einbauen: Schnelle Bewegungen, hohe Widerstände oder sportnahe Anforderungen setzen entsprechende Grundlagen bei Kraft, Beweglichkeit und Kontrolle voraus.
  • Trainingspläne übertragen: Selbst bei ähnlichen Operationen können Genesungsverlauf, Funktionsstand und späteres Trainingsziel unterschiedlich sein.
Ziel ist nicht, das frühere Training möglichst schnell wieder aufzunehmen. Die nächste Steigerung richtet sich danach, welche Belastung die Schulter aktuell bewältigt und welche medizinischen und physiotherapeutischen Vorgaben gelten.

Was kommt nach der Physiotherapie?

Mit dem Ende der Physiotherapie ist die Schulter möglicherweise im Alltag wieder einsetzbar, das frühere Trainingsniveau muss damit jedoch noch nicht erreicht sein. Der Unterschied zeigt sich beispielsweise beim Wechsel von einzelnen therapeutischen Übungen zu einer vollständigen Trainingseinheit: Nun müssen Bewegungen nicht nur einmal funktionieren, sondern über mehrere Übungen, Sätze und Wiederholungen belastbar bleiben.
Wie sich das anschließende Training entwickelt, hängt vom jeweiligen Ziel ab:
  • Krafttraining: wiederkehrende Zug- und Druckbelastungen sowie größere Trainingsumfänge
  • Sport: Bewegungen und Belastungen, die für die jeweilige Sportart relevant sind
  • Alltag: wiederholtes Heben, Tragen oder Arbeiten in bestimmten Armpositionen
  • Beruf: Belastungen, die sich aus der jeweiligen Tätigkeit ergeben
Weiterführendes Training knüpft an die Rehabilitation an und richtet sich zunehmend an den Belastungen aus, die später im Krafttraining, Sport, Alltag oder Beruf auftreten.
Nach der Physiotherapie stellt sich häufig die Frage, wie der weitere Kraftaufbau gestaltet wird: Welche Übungen passen zum aktuellen Stand? Mit welchem Widerstand beginnt das Training? Wann wird die Belastung erhöht?
Das MediFit Dachau richtet sich unter anderem an Menschen mit orthopädischen Voraussetzungen sowie an Personen vor und nach Operationen. Physiotherapie und reguläres Krafttraining finden dabei an einem Standort statt.

Belastungsstufe 2: Erste Widerstände ergänzen

Bleiben Bewegungen kontrollierbar, können erste höhere Widerstände hinzukommen. Damit verändert sich die Anforderung: Die Schulter muss die Bewegung nun nicht nur ausführen, sondern das Gelenk gleichzeitig unter Belastung stabilisieren.
Der Widerstand sollte so gewählt werden, dass die zuvor aufgebaute Bewegungskontrolle erhalten bleibt. Auch Schmerzen und die Reaktion der Schulter während und nach dem Training müssen berücksichtigt werden. Treten neue oder deutlich stärkere Beschwerden auf, sollte die Belastung nicht einfach weiter erhöht werden. Gewicht, Wiederholungen und Bewegungskomplexität sollten zudem nicht gleichzeitig stark gesteigert werden.

Belastungsstufe 3: Kraft über einen größeren Bewegungsumfang entwickeln

Mit zunehmender Belastbarkeit können Kraft und Bewegungsumfang stärker miteinander verbunden werden. Übungen werden innerhalb des verfügbaren und freigegebenen Bewegungsbereichs erweitert und die Widerstände schrittweise angepasst.
Dabei kann der Trainingsstand je nach Bewegungsrichtung unterschiedlich ausfallen. Eine Bewegung vor dem Körper kann beispielsweise bereits unter höherem Widerstand funktionieren, während das seitliche oder weit nach oben geführte Anheben des Arms noch mehr Kontrolle erfordert.
Fortschritt zeigt sich deshalb nicht ausschließlich am Trainingsgewicht. Ein größerer kontrollierter Bewegungsumfang, eine stabilere Ausführung oder mehr Wiederholungen bei gleichbleibender Bewegungsqualität sind ebenfalls Zeichen einer zunehmenden Belastbarkeit.

Belastungsstufe 4: Zug- und Druckbewegungen ausbauen

Mit Zug- und Druckbewegungen nähert sich der Belastungsaufbau zunehmend dem regulären Krafttraining. Dazu gehören Bewegungsmuster, wie sie etwa beim Rudern, an Zuggeräten oder bei verschiedenen Druckübungen vorkommen. Zug- und Druckbewegungen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Schulter und müssen deshalb nicht im gleichen Tempo gesteigert werden.
Zug- und Druckbewegungen lassen sich nun über mehrere Trainingsgrößen steigern:
  • mehr Widerstand: wenn die Bewegung weiterhin stabil ausgeführt wird
  • größerer Bewegungsumfang: innerhalb des freigegebenen Bereichs
  • mehr Wiederholungen oder Sätze: wenn die aktuelle Belastung gut bewältigt wird
  • anspruchsvollere Varianten: wenn einfachere Bewegungen zuverlässig funktionieren
Gut steuerbare Geräte können dabei helfen, Widerstand und Bewegungsablauf gezielt zu dosieren. Ob die Belastung weiter gesteigert wird, hängt weiterhin vom aktuellen Rehabilitationsstand ab.

Belastungsstufe 5: Überkopf- und sportnahe Belastungen vorbereiten

Je nach Trainingsziel reicht allgemeine Kraft nicht aus. Die Schulter muss auf die Bewegungen vorbereitet werden, die später wieder benötigt werden. Diese Anforderungen unterscheiden sich je nach Sport deutlich.
Beim Schwimmen treten wiederholte Armbewegungen über Kopf auf. Beim Tennis kommen schnelle Schlagbewegungen und beim Aufschlag Bewegungen über Schulterhöhe hinzu. Handball und Volleyball verbinden große Bewegungsumfänge mit höheren Bewegungsgeschwindigkeiten. Im Krafttraining können wiederum Übungen mit Bewegungen über Kopf zum langfristigen Trainingsziel gehören.
Sportnahe Belastungen werden deshalb nicht allein durch mehr Gewicht anspruchsvoller. Je nach Aktivität verändern sich mehrere Faktoren:
  • Bewegungsumfang: etwa bei Schwimmzügen oder Bewegungen über Kopf,
  • Geschwindigkeit: beispielsweise beim Tennisaufschlag oder Handballwurf,
  • Wiederholungszahl: etwa bei längeren Schwimm- oder Trainingseinheiten,
  • Widerstand: beispielsweise bei anspruchsvolleren Zug- und Druckbewegungen,
  • Bewegungskomplexität: wenn Kraft, Geschwindigkeit und Bewegungskontrolle gleichzeitig gefordert sind.
Damit erhält der Belastungsaufbau ein konkretes Ziel. Für die Rückkehr zum Gerätetraining müssen andere Anforderungen aufgebaut werden als für einen Tennisaufschlag, einen Handballwurf oder regelmäßiges Schwimmen. Welche sportnahen Belastungen wieder aufgenommen werden, richtet sich daher nach dem Trainingsziel sowie den medizinischen und physiotherapeutischen Vorgaben.
AI Generated: Ein Mann mit schwarzem Tanktop steht im Fitnessstudio, erholt sich nach einer Schulteroperation.

Was ist bei Herzinsuffizienz besser: Ausdauer oder Kraft?

Die kurze Antwort: Die Kombination aus beidem tut den meisten gut, gerade bei Herzschwäche.
Ausdauertraining verbessert die körperliche Belastbarkeit, während Krafttraining dem Muskelabbau entgegenwirkt und so viele Alltagssituationen erleichtert.
Bei Kraftübungen ist eine gleichmäßige Atmung wichtig: Pressatmung und sehr hohe Gewichte sind bei Herzinsuffizienz nicht das Ziel.
Diese Elemente könnte dein Trainingsplan beinhalten, um Ausdauer und Kraft zu trainieren:
Ausdauertraining
Fahrrad-Ergometer
Gehen oder Nordic Walking
leichtes Wandern
längere, gleichmäßige Belastung
Medizinisch ausgerichtetes Training
Geräte mit moderaten Gewichten
kontrollierte Übungen für große Muskelgruppen
mehrere Wiederholungen statt maximaler Gewichte
Kraft-Ausdauer statt Pressen

Wann muss ich das Training reduzieren oder abbrechen?

Deine Gesundheit steht natürlich auch beim Trainieren an erster Stelle.
Achte insbesondere auf:
  • deutlich zunehmende Atemnot
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Brustschmerzen oder Druckgefühl
  • ungewohnt starkes Herzrasen oder Herzstolpern
  • ausgeprägte Schwäche
  • plötzlich deutlich schlechtere Belastbarkeit
Bei starken Beschwerden brichst du das Training ab und lässt die Situation medizinisch abklären.
→ Damit du dich beim Training jederzeit sicher fühlst, ist es besonders entscheidend, dass in deinem Fitnessstudio medizinisches Personal greifbar ist, das dir helfen kann, deinen körperlichen Zustand einzuschätzen und Übungen anzupassen.

Woher soll ich wissen, welche Geräte und Übungen bei meiner Diagnose richtig sind?

Betroffene von Herzschwäche fühlen sich im Fitnessstudio oft noch unsicherer als alle anderen: Zig Geräte, hunderte Übungen und dazwischen nur durchtrainierte „Pumper“, die ihren Trainingsplan eisern durchziehen.
Wenn so eine Atmosphäre zum Trainieren für dich nicht infrage kommt, hast du da intuitiv den richtigen Riecher: Ein normales Fitnessstudio ist nicht auf Menschen mit Erkrankungen und Einschränkungen ausgerichtet. Genauso, wie ein allgemeiner Trainingsplan nicht deine Herzschwäche, deine persönliche Leistungsfähigkeit oder den Einfluss deiner Medikamente berücksichtigt.
Was du stattdessen brauchst: Ein spezialisiertes Studio, in dem medizinisch geschulte Trainer täglich mit Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen arbeiten, Trainingspläne zusammenstellen, Übungen anleiten und dich an den Geräten und auf der Trainingsfläche nicht allein lassen.

Normales Fitnessstudio vs. Fitnessstudio MediFit in Dachau

Klassisches Fitnessstudio
MediFit Dachau
Trainingsplan
häufig allgemeiner Fitnessplan
Trainingsplan unter Berücksichtigung deiner medizinischen Ausgangssituation
Betreuung
Trainer nach Verfügbarkeit
Physiotherapeuten und medizinisch ausgebildete Trainer auf der Fläche
Herzinsuffizienz
nicht zwingend Teil der täglichen Arbeit
Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zum Trainingsalltag
Geräte
Fitnessgeräte
EGYM Smart Strength, Kraftgeräte, Kabeltürme und freie Gewichte
Trainingsziel
Fitness, Muskelaufbau, Sport
Gesundheit, Leistungsfähigkeit und langfristiger Trainingsaufbau

Passt MediFit zu dir?

Du möchtest trotz Herzschwäche aktiv bleiben, weißt aber nicht, wer dich dabei in Dachau und Umgebung unterstützen kann?
Das MediFit im Gesundheitszentrum Dachau ist dein perfekter neuer Trainingsort, wenn du...
  • ...dein Training an deine persönliche Leistungsfähigkeit und gesundheitliche Situation anpassen möchtest
  • ...unter Anleitung von Physiotherapeuten und medizinisch geschulten Trainern trainieren möchtest
  • ...deine Ausdauer und Kraft Schritt für Schritt verbessern möchtest
  • ... Wert auf vielfältige Trainingsmöglichkeiten legst, von EGYM Smart Strength über Kraftgeräte und Kabeltürme bis hin zu freien Gewichten
  • ... eine ruhige Trainingsatmosphäre ohne Leistungsdruck suchst und lieber an deiner eigenen Entwicklung arbeitest, statt von links und rechts beobachtet zu werden.

Fazit: Fit werden trotz Herzschwäche

Training bei Herzinsuffizienz ist heutzutage medizinisch empfohlen, aber kein Fall für einen Standard-Fitnessplan. Ausdauer, Kraft, Intensität und Pausen müssen zu deiner Erkrankung und zu deiner aktuellen Belastbarkeit passen.
Damit sich dein Training langfristig auszahlt und du dir keine Sorgen machen musst, solltest du eine Einrichtung wählen, in der täglich Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen trainieren und von Fachpersonal begleitet werden, wie im MediFit in Dachau.
FAQ: Häufige Fragen zum Training bei Herzinsuffizienz
Ist Training bei Herzinsuffizienz sinnvoll?
Welcher Sport eignet sich bei Herzschwäche?
Ist Krafttraining bei Herzinsuffizienz erlaubt?
Welche Herzfrequenz ist beim Training richtig?
Wann muss ich das Training abbrechen?
Brauche ich vor dem Training eine Untersuchung?
Was ist der Unterschied zwischen einer Herzsportgruppe und einem Fitnessstudio?
Ist MediFit für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen geeignet?